Bruno Gimpel besuchte von 1905 bis 1908 die Kunstgewerbeschule Düsseldorf. Dort wurde er Schüler des Grafikers Fritz Helmuth Ehmcke und des Architekten Peter Behrens. Ab 1910 besuchte er die Kunstakademie Dresden und war Student in der Meisterklasse Otto Gussmanns. 

Nach dem Ersten Weltkrieg blieb Dresden Gimpels Lebensmittelpunkt, von dem aus er regelmäßig in seine Heimat zurückkehrte. 1919 war er Gründungsmitglied der Vereinigung Rostocker Künstler. In Ahrenshoop gehörte er zur Künstlerkolonie. Kennzeichnend für seine Kunst ist eine ausgeprägte Expressivität in seinen Bildern. Als Werbegrafiker und und Plakatgestalter erfuhr Gimpel hohe Wertschätzung. Die Nationalsozialisten stuften seine Werke hingegen als „entartet“ ein und belegten den Künstler 1935 wegen seiner jüdischen Herkunft zusätzlich mit Berufsverbot. Bruno Gimpel nahm sich angesichts drohender Deportation in ein Vernichtungslager 1943 das Leben.

Im Max-Samuel-Haus Rostock werden Erinnerung an Leben und Werk Bruno Gimpels aufrechterhalten.

Teilnahme an Ausstellungen:

Steilküste  ꓲ  1920er Jahre  ꓲ  Öl auf Malpappe  ꓲ  Privatsammlung

Landschaft  ꓲ  1920er Jahre  ꓲ  Öl auf Malpappe  ꓲ  Privatsammlung

Waldinneres  ꓲ  o.J., ca. 1920er Jahre  ꓲ  Öl auf Holz  ꓲ  Privatsammlung

Werbeplakat Dresdner Werbeschau  ꓲ  1921  ꓲ  Privatsammlung

Kostümfest  ꓲ  „Vereinigung Rostocker Künstler“, Oscar Gehrig  ꓲ  Verlag von G.E. Diehl, Berlin 1927

Halbakt auf dem Balkon, Schifferberg Ahrenshoop  ꓲ  1928  ꓲ  © Max-Samuel-Haus Rostock

Fischer am Strand  ꓲ  1918  ꓲ  © Kunstmuseum Ahrenshoop

Werke im Original erleben:

Bruno Gimpel im Max-Samuel-Haus Rostock

Bruno Gimpel im Kunstmuseum Ahrenshoop

Bruno Gimpel im Kulturhistorischen Museum Rostock

Literatur

„Bruno Gimpel: Rostock – Ahrenshoop – Dresden“. Tiedemann, Klaus. MCM ART Verlag 2007

wikipedia-Eintrag zu Bruno Gimpel